11.05.2026 — Iss-was-du-willst-Tag

Am 11. Mai ist Iss-was-du-willst-Tag: Das US-Ehepaar Roy erfand 1998 einen Tag, an dem alle Diät-Regeln pausieren. Pommes statt Salat — ganz offiziell.

Iss-was-du-willst-Tag

Iss-was-du-willst-Tag — Heute schlägt Pommes den Salat

Kurz erklärt: Der Iss-was-du-willst-Tag fällt jährlich auf den 11. Mai. Erfunden wurde er 1998 vom US-amerikanischen Ehepaar Thomas und Ruth Roy aus Pennsylvania, das ihn unter dem Dach ihrer „Wellness Permission League“ beim Chase’s Calendar of Events registrieren ließ. Das Konzept ist simpel: An diesem einen Tag pausieren sämtliche Diät-Regeln, Kalorien-Apps und schlechten Gewissen — heute zählt nur, was schmeckt.

Video: Iss-was-du-willst-TagMit Klick wird YouTube geladen — Datenübertragung an Google

Heute zählen Pommes offiziell als Diät. Klingt nach einem Witz, ist aber dokumentierter Kalendertag. Der elfte Mai trägt im englischen Original den Titel „Eat What You Want Day“ — und wer ihn ernst nimmt, gibt sich für 24 Stunden die schriftliche Erlaubnis, ohne Reue zur Pizza statt zur Petersilie zu greifen.

Fakt 1: Ein Ehepaar erfand 1998 diesen Erlaubnis-Tag

Hinter dem Tag stehen zwei Menschen, die das Erfinden von Feiertagen zum Hobby gemacht haben: Thomas Roy und seine Frau Ruth aus Pennsylvania. Beide arbeiteten ursprünglich in Theater und Werbung — er als Schauspieler, sie als Sekretärin. Irgendwann fingen sie an, kuriose Anlässe zu erfinden und beim renommierten „Chase’s Calendar of Events“ einzutragen. 1998 war der Iss-was-du-willst-Tag dabei.

Die Idee: Diäten sind anstrengend, Kalorienzählen frustriert, und die meisten Menschen brechen ihre Vorsätze nach drei Wochen sowieso. Statt Schuldgefühle gegen einen Cheeseburger antreten zu lassen, gibt’s einmal im Jahr einen offiziellen Erlaubnis-Schein. Geplant haben die Roys ihn bewusst auf einen Werktag mitten im Mai — kein Wochenende, kein Feiertag, der schon mit Familienessen vollgepackt ist. Der elfte Mai ist der Pausentag, an dem das schlechte Gewissen draußen bleibt.

Fakt 2: Die Roys schufen über achtzig weitere Feiertage

Der Iss-was-du-willst-Tag ist kein Einzelfall im Roy-Universum. Das Ehepaar hat im Lauf der Jahre über achtzig weitere Tage erfunden — von „National Lost Sock Memorial Day“ über „Eat Ice Cream for Breakfast Day“ bis zu „Plan Your Epitaph Day“. Manche sind albern, andere skurril, einige sogar ernst gemeint. Gemeinsam haben sie alle: Sie stehen offiziell im Chase’s Calendar of Events, und damit gelten sie weltweit als legitime Kalendertage.

Chase’s ist seit 1957 das Standardwerk für solche Anlässe — Journalisten, Lehrer, Marketing-Abteilungen und Kalender-Apps zitieren daraus. Wer dort registriert ist, taucht überall auf, von Twitter-Trends bis zu Bäckerei-Werbung. Die Roys haben damit etwas geschafft, was kaum jemand anders versucht hat: Sie haben den globalen Kalender mit ihren eigenen Erfindungen mitgeprägt.

Fakt 3: Comfort Food schlägt Diät — ganz offiziell

Was du heute isst, entscheidest du selbst — das ist der ganze Punkt. Es gibt keine offizielle Empfehlung, keine vorgeschriebene Speise, keine „so feiert man richtig“-Regel. Manche gönnen sich morgens Schoko-Croissants, andere bestellen mittags Pizza, wieder andere essen abends die Eiscreme aus dem Tiefkühlfach, die seit Wochen wartet.

Was den Tag charakterisiert, ist also nicht ein bestimmtes Gericht, sondern die Haltung dahinter: Comfort Food darf heute siegen. Salat ist erlaubt, aber nicht verpflichtend. Pommes sind nicht „die schlechte Wahl“, sondern „die Wahl“. Wer mag, lässt das schlechte Gewissen einfach mit Schokoglasur überziehen.

Wie du den Tag feierst — ganz ohne Anleitung

Es gibt keinen falschen Weg, den Iss-was-du-willst-Tag zu begehen. Drei Vorschläge, falls dir trotzdem die Inspiration fehlt: Erstens — bestelle dir das Gericht, das du normalerweise „nur an Feiertagen“ isst. Heute ist Feiertag. Zweitens — zieh deine alte Lieblings-Mahlzeit aus der Kindheit aus dem Schrank: Toast Hawaii, Spaghetti mit Ketchup, Erdnussbutter direkt aus dem Glas. Drittens — frag in der Familie, was alle „eigentlich heimlich“ am liebsten essen, und macht draus ein gemeinsames Abendessen ohne Bewertung.

Falls du heute trotzdem zum Salat greifst: auch das ist ein „was ich will“. Der Tag verbietet ja nichts, er erlaubt nur. Genau das macht ihn — bei aller Albernheit — zu einem überraschend nachhaltigen Konzept gegen die Diät-Müdigkeit moderner Esskultur.

Möge dein elfter Mai schmecken, ganz unabhängig davon, was auf dem Teller landet. Hauptsache, du hast für ein paar Stunden das Gefühl, dass Essen wieder einfach Essen sein darf — und keine moralische Entscheidung.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Kein Tag mehr verpassen.

Täglich ein besonderer Tag direkt in dein Postfach.

Kein Spam. Jederzeit abmeldbar.