06.05.2026 — Anti-Diät-Tag

Am 6. Mai ist Anti-Diät-Tag. 1992 in London erfunden — heute weltweit gefeiert für Körperakzeptanz statt Kalorienzählen.

Anti-Diät-Tag

Anti-Diät-Tag: Schluss mit dem Salat-Lügenmärchen

Kurz erklärt: Der International No Diet Day (Anti-Diät-Tag) fällt jährlich auf den 6. Mai. Erfunden 1992 von der britischen Feministin Mary Evans Young, die selbst jahrelang mit Magersucht gekämpft hatte. Ursprünglich war der 5. Mai geplant, wegen Cinco de Mayo wurde er auf den 6. Mai verschoben — zufällig Marys Geburtstag. Symbol: hellblaue Schleife. Ziel: Kritik an der Diätindustrie, Förderung von Body Positivity und Körperakzeptanz.

Video: Anti-Diät-TagMit Klick wird YouTube geladen — Datenübertragung an Google

Heute ist offiziell der Tag, an dem dein innerer Salat traurig in der Ecke sitzt — und das ist wunderschön. Am 6. Mai feiert die Welt den International No Diet Day, und falls du gerade überlegst, ob du nach dem Lesen noch joggen gehen sollst: Nein. Du sollst dir lieber ein zweites Stück Kuchen genehmigen. Das ist diesmal nicht Rebellion, das ist Programm.

Der Anti-Diät-Tag ist der charmante Mittelfinger an die Kalorien-Polizei in deinem Kopf. Kein Zählen. Kein Wiegen. Kein „Ich starte Montag wieder.“ Heute geht es um Körper-Akzeptanz, um die wilde Vielfalt menschlicher Formen — und darum, dass dein Wert nicht auf einer Waage steht. Und ja, das gilt auch dann, wenn deine Lieblingsjeans gerade nuschelt: „Wir müssen reden.“

Geboren aus Wut, geboren in London

Erfunden hat den Tag 1992 die britische Feministin Mary Evans Young. Sie hatte selbst jahrelang mit Magersucht gekämpft und es satt, dass Diätindustrie und Modemagazine Frauen erzählen, wie sie zu sein haben. Ihre erste Aktion: Ein Picknick im Hyde Park mit zwölf Frauen zwischen 21 und 76, alle mit dem Sticker „Ditch That Diet“ am Revers. Es regnete. Sie verlegten das Picknick kurzerhand in Marys Wohnzimmer. Revolution beginnt eben manchmal bei Tee und Keksen.

Der Tag, der wegen Tacos verschoben wurde

Ursprünglich war der Anti-Diät-Tag der 5. Mai. Dann meldeten sich verzweifelte Amerikanerinnen aus Kalifornien und Texas: An diesem Tag sei Cinco de Mayo, da werde ohnehin schon ungehemmt Guacamole gelöffelt und Margarita getrunken — ein Anti-Diät-Tag wäre da reine Doppelmoral. Mary Evans Young verschob den Tag großzügig auf den 6. Mai. Praktischerweise ihr eigener Geburtstag. Doppelter Grund zu feiern, doppelter Grund für Kuchen.

Hellblaue Schleife statt Kohlsuppendiät

Das Symbol des Tages ist eine hellblaue Schleife — leise, freundlich, ohne erhobenen Zeigefinger. Sie steht für eines: Vielfalt von Körperformen ist normal. Heute getragen von der amerikanischen Body-Positivity-Bewegung und der National Eating Disorders Association ist der Tag längst eine globale Sache. Mitgefeiert wird in Großbritannien, den USA, Kanada, Australien, Indien, Israel, Schweden und Brasilien. Deutschland macht inzwischen auch mit, etwas zurückhaltender, aber immerhin.

So feierst du heute richtig

Es gibt nur zwei Regeln. Erstens: Iss heute, was dir gut tut, ohne dich danach schlecht zu fühlen. Zweitens: Der Spiegel ist heute kein Richter, sondern Möbelstück. Putz ihn, schau rein, lächle. Bestell die Pasta mit der cremigen Sahnesoße. Trag das Kleid, das du seit zwei Jahren „für später“ aufhebst. Mach das Workout, weil dein Körper sich freut, sich zu bewegen — nicht weil du ein Bauernfrühstück abtrainierst. Und wenn dir jemand ungefragt einen Diättipp gibt, darfst du heute offiziell die Augenbraue heben. Nur eine. Wirkt durchschlagender.

Eine Frage zum Schluss

Diäten kommen und gehen — Atkins, Low Carb, Keto, Paleo, Detox-Tee. Was bleibt, ist dieser eine Körper. Der hier gerade diesen Text liest, der atmet, der dich morgens aus dem Bett trägt. Vielleicht verdient er heute einfach mal: Danke. Und ein Croissant.


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